Unser “kleiner” (weil der jüngste) Kater Lucky hat trotz seiner momentanen gesundheitlichen Probleme immer noch viel dummes Zeug im Kopf. Manchmal weiß der junge Wilde einfach nicht wohin mit sich und seiner Energie. So auch heute wieder.
Wenn ich arbeite sitze ich hier in meinem Büro bei geschlossener Tür. Das liegt zum einen daran, dass die ganzen Geräte die hier rumstehen dann nicht eingehaart werden und zum anderen lenken die Katzen mich dann nicht dauernd ab. Das können sie nämlich gut. Sie haben sich auch mittlerweile dran gewöhnt, dass hier die Tür zu ist.
Lucky ist ein ganz schön neugieriger Kater. Und er hat sich bei uns abgeguckt, wie man Schubladen öffnet. In unserem Flur steht ein Apothekerschrank und da hat er sich eine Schublade ausgeguckt, die er immer wieder aufmacht, um darin zu verschwinden. Ist aber auch alles so spannend was sich darin befindet.
Hinter den Schubladen ist noch ein bisschen Platz wo man sich durchquetschen und die anderen Schubladen auch noch rausdrücken kann. Wenn Lucky eine Schublade öffnet, ist das laut und deutlich zu hören. Und als ich dann eben mal nachsehen wollte, was er da nun wieder anstellt, sah ich das hier:

Fritzi war natürlich auch neugierig was Lucky da so treibt und hat sich gleich mal dazugesetzt. Ich hoffe er schaut sich das jetzt nicht auch noch ab.
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Gestern gabs bei uns mal wieder Pizza. Im Moment experimentiere ein bisschen rum, weil mir diese Standard-Pizzen mit Salami & Co. langsam doch zu den Öhrchen raushängen. Und Pizza am Ohr sieht komisch aus, das kann ich euch sagen.
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Also hab ich mir einen Flyer eines in Hamburg bekannten Pizzalieferanten geschnappt und hab einfach mal nachgebaut.
Die Zutaten:
Da es gestern schnell gehen sollte, hab ich den Pizzateig aus der Kühlung von Penny genommen (den aufgerollten).
500 g Rinderhackfleisch
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Tetra-Pack Bernaise oder Hollondaise light (geht genauso gut, mein Mann bestand aber auf Bernaise wie im Original)
2 hart gekochte Eier
geriebenen Käse (Menge nach Geschmack)
Das Hackfleisch in einer Pfanne zusammen mit den Zwiebeln krümelig braten. Den klein geschnittenen Knoblauch erst kurz vor Schluss dazugeben. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Das austretende Fett habe ich eleminiert, indem ich einige Lagen Zewa auf einen tiefen Teller gelegt habe und die Mischung von der Pfanne aus erst einmal dort rauf gegeben habe. Während das Hackfleisch abtropft die Hälfte der Sauce auf dem ausgebreiteten Teig verteilen, darauf dann die Hack-/Zwiebelmischung und darauf nochmal die in Scheiben geschnittenen Eier geben. Zum Schluss den Rest der Sauce auf dem Ganzen verteilen (Klecks für Klecks), dann noch geriebenen Käse drüber und ab in den Ofen.

Geschmeckt hat es, auch wenn es wieder mal ein sehr kalorienreiches Vergnügen war.

Vor einiger Zeit habe ich ja über das große Rätselraten über den Fellausfall unseres Katers Lucky berichtet (hier, hier und hier). Laut Tierarzt handelt es sich um eine Futtermittelallergie. Also, was bleibt? Futterumstellung!
Vom Tierarzt wurde uns die Firma Vet-Concept empfohlen. Sie vertreiben ein Allergie-Futter, das aus rein natürlichen Produkten hergestellt ist. Über das Kontaktformular der Webseite von Vet-Concept habe ich um eine Probierpackung des Futters gebeten. Mit einem Preis von 55,90 € pro 10 kg-Sack ist das Futter zwar tatsächlich günstiger als mein bisheriges Trockenfutter (59,95 €), aber ich wollte natürlich nicht riskieren, dass die Katzen es verweigern. Das wär blöd, wenn ich dann gleich einen großen Sack kaufen würde. Kurz nachdem ich meine Bitte um eine Probierpackung abgeschickt habe, klingelte das Telefon und eine Dame von Vet-Concept fragte nach, was die Katze denn hat, wieviele Katzen wir haben, wie alt die sind, was sie bis jetzt gefressen haben usw. Das Gespräch dauerte eine geschlagene halbe Stunde, sie wollte wirklich alles ganz genau wissen, und hat sich alles über unsere Katzen notiert. Das fand ich schon mal richtig klasse. Was dann zwei Tage später per Post hier ankam, könnt ihr hier sehen:

Ein Töpfchen Nassfutter, ein Beutel “Cat Allergy”, welches Lucky ja dann auch bekommen soll, noch zwei weitere Proben, eine Broschüre über Allergien bei Tieren (Ursachen, Behandlung etc.) und ein Produktkatalog der Firma.
Auch der Karton fand sofort Verwendung:

Das Problem bei uns ist ja, das wir drei Fellnasen haben. Also müssen auch alle Katzen dieses Futter fressen. Lasse ich für die beiden Damen ihr normales Futter stehen, wird Lucky natürlich auch bei dem gewohnten Futter bleiben. Ein erster Test mit “Cat Allergy” ergab, dass Lucky und Flocke es sofort gefressen haben, Jule rümpfte die Nase und hat mir was gehustet. ‘Ok!’, hab ich gedacht, ‘Du wirst keine andere Chance haben, als dich dran zu gewöhnen.’ Gesagt – getan! Ein großer Sack wurde bestellt und ich habe anfangs eine handvoll “Cat Allergy” zum gewohnten Futter gemischt. Die Mischung wurde dann mit jedem Auffüllen angepasst, sodass jetzt im Moment nur noch wenige Stückchen vom alten Trockenfutter zu finden sind.
Parallel zu dieser Umstellung habe ich mich in einem Forum über Rohfütterung in diese Thematik eingelesen. Das fertige Nassfutter, das ohne Zusatzstoffe – also wirklich katzengerecht ist – war mir schlichtweg zu teuer, wenn ich das mit der Rohfütterung vergleiche. Es ist nicht damit getan, einfach Fleisch zu kaufen, hinstellen, fertig. Das Rohfüttern ist doch ein größerer Aufwand als ich dachte. Die Katze braucht jede Menge zusätzliche Stoffe (Calcium, Taurin etc.) um alle Nährstoffe zu erhalten, die sie braucht. Ich sah mich schon wie in einer Hexenküche mit jeder Menge Pülverchen alles abwiegen und zubereiten. Alles, was zu den ganzen Pülverchen zu lesen war, war für mich Unwissende kompliziert und wurde auch mittels diverer Zutatenrechner nicht einfacher. Aber es geht einfacher, nicht unbedingt günstiger als alles einzeln zu kaufen, aber einfacher.
Ich bin dann in dem Forum auf einen Link eines Shops in England gestoßen, der eine fertige Mischung der Nährstoffe anbietet. Allerdings war dort das Porto fast teurer wie das Produkt selbst. Mr. Google zeigte mir dann den Tatzenladen. In diesem Shop kann man “Instincts TC” bestellen.

Dieses Pulver enthält alles, was die Fellnase braucht. Eine Tüte mit 120 g kostet 10,50 € + Porto. Das reicht für 2 kg zubereitetes Rohfutter.
Mein Rohfutter-Rezept, nach der Anleitung vom Tatzenladen:
1 kg Putenfleisch (Muskelfleisch)
400 g Putenherzen
400 g Putenmägen
200 g Putenleber
120 g Instincts TC
Nebenbei hab ich dann noch ein neues Küchengerät bei ebay erstanden:

Das ganze Fleisch jagt man durch den Fleischwolf, rührt das “Instincts TC” nach Anleitung an (wird mit Wasser angerührt) und vermischt alles mit dem Fleisch. Dann nur noch in Portionsschalen abfüllen und dann kann es schon ins Gefrierfach wandern.
Erst wollte Lucky das Futter überhaupt nicht fressen. Zwei Tage lang hat er es ignoriert. Dann habe ich ihm Hühnergelee gekocht. Ein Suppenhuhn mindestens 8 Stunden köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeit ganz doll reduziert hat. Alles durch ein Sieb gießen und die Hühnerteile wegschmeißen. Die sind jetzt so ausgelaugt und taugen absolut nichts mehr. Die Hühnerbrühe erkalten lassen, sie wird dann fest. Davon bekommt er jetzt zu jeder Mahlzeit 1 TL über Fleisch gegossen. Vorher stelle ich das Gelee nochmal 8-10 Sekunden in die Mikrowelle, damit es wieder flüssig wird.
Eine Mahlzeit von Lucky sieht jetzt so aus:

Links oben das noch feste Hühnergelee, rechts oben 60 g Fleisch, unten einen TL geraspelte und gebrühte Möhren. Die Möhren rühr ich unter das Fleisch, das Gelee wird dann flüssig über das Fleisch gegossen und seitdem frisst er auch das Futter. Anfangs hat er nur die Flüssigkeit runtergeschleckt. Dann hab ich ihm hin und wieder mal ein bisschen von dem Fleisch direkt vom Finger in den Mund gegeben. Er hat es nicht ausgespuckt, sondern fing dann an auch selbst zu fressen. Mittlerweile ist es sogar schon so, dass er mir ans Bein springt, wenn er merkt, dass ich sein Futter fertig mache. Also ist der Bann gebrochen und auch Jule frisst mittlerweile das ungewohnte Trockenfutter.
Nachdem ich alle Kilopreise recherchiert und alle weiteren Kosten (Porto, Schalen zum Einfrieren) addiert hatte, komme ich nur fürs Rohfüttern auf tägliche Futterkosten von 0,98 €. Hinzu kommt noch das Trockenfutter. Mit 10 kg bin ich bisher ~ drei Monate ausgekommen. Das wären also nochmal täglich 0,62 € dazu. Wären 1,60 € pro Tag. Für drei Katzen eigentlich nicht so viel, finde ich.
Ach ja … die kahlen Hautstellen rings um Luckys Hals sind mittlerweile auch wieder von einem leichten Flaum bedeckt. Die Wunden von der OP sind – bis auf eine kleine Stelle – alle verheilt. Nur diese eine Stelle will noch nicht, da kratzt er auch immer dran rum.
Auweia … das war jetzt ein langer Bericht. Ich hoffe, ich hab euch nicht gelangweilt.
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